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Portraits

Peter und Stefanie Junge: Experten für Zahlungsvordrucke

FOTONACHWEIS
©Litfax® GmbH - Verlag für Banken

Es gibt Dinge, über die macht man sich in der Regel keine Gedanken. Zum Beispiel, woher die Überweisungsformulare kommen, mit denen man als Bankkunde seine Zahlungsvorgänge am Schalter erledigt. Daher klingt die Geschäftsidee von Stefanie und Peter Junge zunächst einmal recht abstrakt.

Bevor die beiden jedoch im Februar 2005 die Litfax GmbH zunächst mit Firmensitz in Berlin-Weißensee (heute Berlin-Lichtenberg) ins Leben riefen, sammelte die Kauffrau Stefanie Junge bereits Erfahrungen in einem Betrieb mit ähnlichem Konzept. Im Zentrum stand die Produktion und Lieferung personalisierter Zahlungsvordrucke.

Zielgruppe: Geldinstitute und ihre Kunden

Mit deren Hilfe muss der Kunde seine Bankdaten nicht jedes Mal handschriftlich eintragen, sondern lediglich die Summe auf dem Überweisungsformular oder Verrechnungsscheck vermerken. Als Bestellportal diente zunächst ausschließlich die auf einem Shopsystem der Firma arxes-tolina basierende Website Kleinmengenservice®. Drei Jahre später kam mit www.litfax.berlin eine weitere Bestellplattform dazu.

Ausgehend von seiner grundlegenden Geschäftsidee behielt das Paar immer einen wachen Blick für zusätzliche Kundenwünsche, wobei zu den Kunden zunehmend auch die Banken und Sparkassen selbst zählten.

Mittlerweile können über Litfax alle erdenklichen Formulare und Organisationsmittel bestellt werden, die im Bank- und Sparkassensektor benötigt werden – vom Verrechnungsscheck über individuell gestaltete Stempel und Marketingflaggen bis hin zu Tan-Generatoren und Chipkartenlesern. Sämtliche Zahlungsverkehrsvordrucke werden neutral oder bedruckt geliefert und entsprechen den Richtlinien der einheitlichen Zahlungsverkehrsvordrucke, die von den Spitzenverbänden des deutschen Kreditgewerbes und der Deutschen Bundesbank verabschiedet wurden.

Serviceorientiertes Handeln

„Wir haben uns von Anfang an auf die Fahnen geschrieben, serviceorientiert zu handeln“, sagt Peter Junge, der bei der Litfax GmbH als Geschäftsführer fungiert. „Das bedeutet, weiter zu denken als der Kunde und auch dort Möglichkeiten und Einsparpotentiale zu entdecken, wo es den Kreditinstituten gar nicht auffallen würde.“ Eine persönliche Beratung ist für Peter Junge, der früher als selbständiger Versicherungskaufmann für ARAG und Debeka gearbeitet hat, selbstverständlich.

Alle drei Wochen verbringt er eine Woche im Außendienst und spricht vor Ort mit den Kunden über Themen wie Datensicherheit durch SSL-Verschlüsselung. Denn natürlich müssen die Daten der Bankkunden auf höchstem Niveau vor unerlaubten Zugriffen gesichert werden. Außendiensttermine werden aber auch dann fällig, wenn Peter Junge neue Kooperationen ins Auge fasst. So konnte die Litfax GmbH bereits mit Firmen wie den Office-Anbietern Staples und McBüro Fachhandelspartnerschaften abschließen.

Nachhaltige Produktion erwünscht

Auch für Stefanie Junge, die als gleichberechtigte Teilhaberin der Litfax GmbH die Stelle der Prokuristin besetzt, ist es wichtig, nicht stehen zu bleiben: „Wir sind beispielsweise seit 2008 ein anerkannter Ausbildungsbetrieb“, sagt die Unternehmerin und verweist auf mehrere Azubis, die bei Lifax zu einem erfolgreichen Abschluss begleitet wurden. Ein anderes Thema, dass dem Ehepaar am Herzen liegt, ist der Umweltschutz. Wo immer möglich, greift die Litfax GmbH auf nachhaltig produzierte Druckmittel zurück und agiert auch in anderen Geschäftsbereichen klimaneutral.

„Wir achten darauf, dass unsere Produkte und Lieferanten ein FSC® Zertifikat besitzen“, sagt Stefanie Junge. „Dieses Prüfsiegel steht für eine umweltverträgliche und sozial verantwortliche Waldwirtschaft. Durch eine zusätzliche PEFC® Zertifizierung wollen wir dem Endverbraucher die Gewissheit geben, dass die eingesetzten Rohstoffe aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammen.“

Mittagessen mit den Mitarbeitern

Für die Junges spielen nicht nur individuelle Kundenwünsche eine wichtige Rolle, sie versuchen auch durch tägliche Morgenrunden und das gemeinsame Mittagessen in einem konstanten Austausch mit ihren Mitarbeitern zu bleiben. „Dabei entwickeln wir nicht nur Antennen für das tatsächliche Betriebsklima, sondern bekommen auch immer wieder einmal Anregungen für Verbesserungen“, sagt Peter Junge. Ihm macht es Spaß, „immer am Ball“ zu bleiben, sei es beim aktuellsten Stand der Technik, den besten Lösungen für die Kunden oder den Bedürfnissen der Mitarbeiter.

„So lernen wir jeden Tag etwas hinzu, und das verschafft Befriedigung“, erklärt der Geschäftsführer. Manchmal bremst Stefanie Junge ihren Mann: „Nach Feierabend über die Firma zu reden, ist verführerisch“, sagt sie, „aber wir wollen auch noch ein Privatleben haben. Manchmal muss ich dann ‚Stopp’ sagen“.

Sport als Ausgleich

Für die Unternehmerin ist es angenehm, dass jeder ein eigenes Büro hat. „Man muss ja nicht 24 Stunden täglich aufeinandersitzen“, sagt sie. Abschalten kann Stefanie Junge vor allem beim Volleyball, einem Sport, den sie mit Leidenschaft ausübt. Peter Junge begeistert sich fürs Ringen. Mittlerweile darf auch der vierjährige Sohn der Beiden mit auf die Matten.

In naher Zukunft wollen die Junges einen zweiten Standort in Berlin aufbauen und die Betreuung von Sparkassen und Genossenschaftsbanken trennen. Mittelfristig will das Paar die Litfax GmbH zum Marktführer im Bereich „Personalisierung und Druck des Zahlungsverkehrs“ ausbauen.

Zukunftsplan: Weniger Koffein

Die Berliner Volksbank ist dem Ehepaar dabei nicht nur ein „extrem verlässlicher Partner“ in Kreditfragen. „Wir haben es geschafft, dass Kunden der Berliner Volksbank unsere Angebote über deren Homepage selbst bestellen können. Auch hier zeigte sich die BVB als ein hervorragender, loyaler Partner.“

Auf die Frage, ob er sich noch mehr für die Zukunft vorgenommen hat, gibt Peter Junge lächelnd zu Protokoll: „Vielleicht ein bisschen weniger Kaffee trinken. Aber das sage ich schon seit Jahren.“