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Portraits

Erfolgreicher Fahrzeug-Vermieter mit dem Ohr am Markt: Mogtaba Joya

FOTONACHWEIS

© Joya-Gruppe, Foto 1: Mogtaba Joya, Foto 2 (v.l.n.r.): Mostafa, Mogtaba und Abdullah Joya

Mogtaba Joya richtete bereits Anfang der neunziger Jahre seine schulische Bildung Richtung Wirtschaft aus – mit der Vision, unternehmerisch tätig zu sein. Sein Antrieb: Seine eigenen Ideen zu verwirklichen und wirtschaftlich unabhängig zu sein.

Einstieg in die Selbständigkeit im Autohandel

Im Zuge dessen absolvierte er ein sechsmonatiges Praktikum in einem Berliner Autohaus und rutschte so eher zufällig in die Automobilbranche. Das Autohaus bot ihm eine Fortsetzung der Zusammenarbeit an, die Mogtaba Joya als Selbständiger gerne nutzte, bis sein Unternehmen auf eigenen Beinen stand.

1999 gründete der heute 37-Jährige gemeinsam mit seinem ein Jahr jüngeren Bruder Mostafa das Bus-Center M&M der Joya-Gruppe. Hier verkauften sie gebrauchte VW-Kleintransporter, von denen sie persönlich überzeugt waren.

Immobilien als Sicherheit

Zusätzlich investieren die beiden Brüder in ein Immobilien-Portfolio als zweites Standbein, das ihnen als Sicherheit dient. So verteilt sich ihr Unternehmerrisiko auf die zwei Branchen Immobilien und Handel.

Erste Anpassung an den Markt

Das Geschäft mit dem Autohandel lief gut, bis sich die Wirtschaftskrise zur Jahrtausendwende auf den Markt auswirkte und die Kundenwünsche veränderten. Die Berliner wollten nun lieber mieten statt kaufen. Die Joyas reagierten schnell und vermieteten fortan ihren gebrauchten VW-Bus-Bestand.

Doch der Markt verlangte nach Neuwagen. Die beiden Brüder verhandelten mit einigen Banken, fanden schließlich bei der Berliner Volksbank Unterstützung und investierten in neue VW-Kleintransporter.

Durch ihre starke Spezialisierung auf die Marke VW wurden sie direkte Partner der Wolfsburger, erhielten großzügige Rabatte, sparten dadurch Kosten für den Ein- und Verkauf bzw. Zwischenhandel und konnten so ihren Kunden beste Preise garantieren.

Zweite Anpassung an den Markt

Dann folgte die Wirtschaftskrise ab 2007. Der Markt veränderte sich erneut, neue Marktlücken im Bereich Wohnmobile entstanden und so nutzten die Joya-Brüder abermals die Chancen, die die Krise bot. Während der Wettbewerb nun vorsichtig agierte, riskierten sie eine große Investition.

Sie kauften zehn Wohnmobile und stellten diese dem ADAC gegen eine Provision zur Vermietung zur Verfügung. Seither haben sie einen Exklusivvertrag für die Vermietung von ADAC-Wohnmobilen im Raum Berlin und stellen mittlerweile über 50 Wohnmobile bereit.

Berliner Volksbank als Partner

Mit ihren immer neuen Geschäftsideen gingen die Joya-Brüder zu vielen Banken. Ihre Hausbank wurde schließlich die Berliner Volksbank, die derzeit für die Joyas in Sachen Finanzen der beste Partner ist. Der Grund: Die Bank reagiere auf sämtliche Wünsche und Probleme am lösungsorientiertesten, erklärt uns Mogtaba Joya. Gerade bei der Umwandlung von der GbR in eine GmbH habe sie die beiden Unternehmer sehr unterstützt.

Wer mietet bei den Joyas?

Seit der zweiten Marktanpassung haben Mogtaba Joya und sein Bruder zwei unterschiedliche Kundenkreise:

Die einen sind Vereine, Schulen oder Dienstleister, die Kleintransporter für bestimmte Events oder Services benötigen.

Die anderen sind Familienmenschen, die ihre Ferien gerne gemeinsam mit ihren Kindern in der Natur verbringen möchten und hierfür ein Wohnmobil benötigen. Viele von ihnen reisen aus Süddeutschland mit dem privaten Auto an, um dann von Berlin aus im Wohnmobil die Reise nach Skandinavien anzutreten.

Was macht Mogtaba Joya als Unternehmerpersönlichkeit aus?

Mogtaba Joya denkt, dass er seinen Erfolg seiner Entschlossenheit, der harten Arbeit an seinen Zielen, seiner Freude an kalkulierbaren Risiken sowie dem Rückhalt seiner Familie zu verdanken hat.

Der Unternehmer lebt mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in Friedenau. Seine Frau studiert Jura und unterstützt die Joya-Brüder in rechtlichen und vertraglichen Angelegenheiten.

Arbeitsteilung

Familiären Rückhalt erhält Mogtaba Joya also sowohl im Privatleben als auch beruflich:

Während er als Kaufmann in Steglitz für die Unternehmensplanung, -finanzierung und -expansion zuständig ist, kümmert sich sein Bruder Mostafa in der größeren Spandauer Filiale um die Umsetzung – beispielsweise durch die Beschaffung von Autos, die Vermietung und Vertragsabschlüsse.

Zusätzlich ist vor kurzem ihr jüngster Bruder Abdullah ins Geschäft eingestiegen. Dieser hat sein Studium als Wirtschaftsingenieur abgeschlossen und begleitet derzeit seine beiden älteren Brüder vom Ankauf bis zum Verkauf bei sämtlichen Geschäftsprozessen. Abdullah Joya führt die Filiale in Weißensee.

Rat an Jungunternehmer

Jungunternehmern würde Mogtaba Joya raten, mit sich, der Bank und dem Finanzamt ehrlich zu sein. Denn ohne ordentliche Buchhaltung und einem guten Verhältnis zu den Finanzinstitutionen könne man langfristig nicht erfolgreich sein.

Zudem empfiehlt der erfolgreiche Unternehmer eine langfristige Planung. Gerade Unternehmer mit Migrationshintergrund würden oftmals von einer möglichen Rückkehr in ihr Heimatland ausgehen und deshalb nur kurzfristig planen. Doch das erschwere den Erfolg.

Nicht zuletzt sei eine permanente und ehrliche Analyse der Entwicklung respektive der Stärken und Schwächen des eigenen Unternehmens notwendig, um nicht den Überblick zu verlieren und gegebenenfalls Änderungen vorzunehmen.

Vision

„Es muss immer weiter gehen“, sagt Mogtaba Joya. Deshalb wünscht er sich langfristig ein gesundes Wachstum. Doch dazu benötige man ein stabiles Fundament, das sie derzeit noch vollenden, bevor sie „aufstocken“.

Innerhalb der nächsten drei Jahre möchten die Joya-Brüder bundesweit expandieren. Berlin soll dabei der zentrale Standort bleiben und mehrere Vermietungsfilialen folgen. Derzeit ist Düsseldorf im Gespräch.