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Demografischer Wandel: Wie Sie jetzt Ihr Talentmanagement verbessern sollten

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Die Altersspanne im Unternehmen wird immer größer – vor allem auch, weil das Durchschnittsalter zunimmt. Das Ergebnis: Es entsteht eine höhere Generationenvielfalt, die zwar einerseits Innovationen fördert, zugleich jedoch auch Konflikte birgt.

In allen Altersschichten gibt es Talente. Damit die am besten für den Unternehmenserfolg eingesetzt werden können, müssen sie demografieorientiert eingebunden werden. Das Zauberwort dafür heißt Altersstrukturanalyse.

Die Ergebnisse solcher Untersuchungen zeigen, wie es um die heutige und künftige Alterszusammensetzung der Belegschaft bestellt ist. „So können frühzeitig die richtigen Weichen gestellt, die Veränderungen gemeistert und altersbedingte Maßnahmen erfolgreich eingeführt werden“, sagt Claudia Schmidt, Change-Expertin und Geschäftsführerin der Mutaree GmbH.

Talente jeden Alters managen

Je nach Alter haben Mitarbeiter andere Bedürfnisse, die ein einziger Arbeitgeber erfüllen soll: Junge Talente wünschten sich in erster Linie Gestaltungsmöglichkeiten, Vielfalt, Freiheit und Unabhängigkeit.

Diese Faktoren seien bei älteren Mitarbeitern jedoch weniger relevant: Sie strebten vor allem nach Sicherheit und Stabilität. „Unternehmen, die die Generationsvielfalt als Chance nutzen möchten, müssen sich flexibel auf die unterschiedlichen Anforderungen ihrer Mitarbeiter einstellen und vielfältige, altersspezifische Programme zur Mitarbeitergewinnung und -bindung entwickeln“, sagt Claudia Schmidt.

Junger Chef, älterer Mitarbeiter – das birgt Konflikte

Große Altersunterschiede innerhalb der Belegschaft bringen demnach Ungleichgewichte in die Beziehungen zwischen den verschiedenen Mitarbeitergruppen. Das beträfe vor allem die Kommunikation zwischen Führungskräften und Mitarbeitern.

Konflikte könnten sich zum Beispiel in asymmetrischen Führungsbeziehungen, etwa zwischen einer jüngeren Führungskraft und einem älteren Mitarbeiter, entwickeln. Schließlich habe jede Generation eine andere Prägung und ein eigenes Wertesystem, das beim unternehmensinternen Umgang der Mitarbeitergruppen untereinander berücksichtigt werden müsse.

Besondere Herausforderung: Digitale vs. analoge Generation

Folgendes Beispiel verdeutliche den Konflikt: Die nach 1980 Geborenen, die sogenannten Digital Natives, wachsen mit allen neuen Medien auf und nutzen diese intensiv und intuitiv. Dieser jungen Generation stehen die Mitarbeiter 50plus – die Corporate Residents – gegenüber, die eine lange Unternehmenszugehörigkeit auszeichnet.

Sie hätten digitale Technologien erst im Erwachsenenalter kennengelernt und bevorzugen mehrheitlich traditionelle Kommunikationsformen. Wolle man alle Mitarbeiter ansprechen und erreichen, so müssten Kommunikationsverhalten und -bedürfnisse in die Mitarbeiterkommunikation integriert werden.

Info:

www.mutaree.com/